Meine Beziehung zur deutschen Sprache begann in Polen, als ich 14 Jahre alt war. Deutsch war damals meine dritte Fremdsprache.
Es war eine andere Zeit als heute: keine Smartphones, kein Internet, keine Apps.
Selbst deutschsprachige Bücher waren nicht immer leicht zu finden. Wer eine Fremdsprache lernen wollte, brauchte vor allem Neugier, Geduld und viel
eigene Initiative.
Eine meiner wichtigsten Lernquellen waren meine Brieffreundschaften. Briefe
waren zu dieser Zeit eine der wenigen Möglichkeiten, mit Menschen aus
anderen Ländern in Kontakt zu treten. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mit klopfendem Herzen zum Briefkasten ging und hoffte, dass ein neuer Brief angekommen war.
Sicher Deutsch Sprechen
Heute wirkt das fast nostalgisch. Wir schreiben E-Mails, schicken Nachrichten
per Messenger und können jederzeit mit Menschen auf der ganzen Welt kommunizieren. Damals aber waren diese Briefe für mich ein kleines Abenteuer. Sie waren eine echte Begegnung mit anderen Sprachen und eine
wunderbare Gelegenheit, z.B. die deutsche Sprache wirklich zu benutzen.
Je mehr ich Deutsch entdeckte, desto mehr faszinierte mich diese Sprache. Aus Interesse wurde schnell echte Begeisterung und schließlich ein klarer Wunsch:
Ich wollte Germanistik studieren.
Um dieses Ziel zu erreichen, musste ich Deutsch innerhalb von nur dreieinhalb Jahren von Grund auf bis auf ein sehr hohes Niveau lernen. Für das Studium gab es damals eine Aufnahmeprüfung mit mehreren Bewerbern für einen Studienplatz. Alle Veranstaltungen an der Universität im Institut für
Germanistik fanden vom ersten Tag an ausschließlich auf Deutsch statt und die deutschsprachige Literatur wurde im Original gelesen.
Die Anforderungen waren hoch – deutlich höher als das, was man normalerweise im Schulunterricht erreicht. Also habe ich viel gelernt – mit Büchern, Notizen, Gesprächen und mit großer Motivation.
Und ich habe mein Ziel erreicht.
Ich erzähle diese Geschichte nicht, um zu zeigen, was ich geschafft habe.
Sondern weil sie etwas verdeutlicht, das ich bis heute sehr wichtig finde:
Große Ziele können erreichbar werden – auch wenn sie am Anfang weit entfernt wirken.
Was dabei hilft, ist eine klare Vorstellung davon, wohin man möchte, ein
durchdachter Weg dorthin und Menschen, die einen auf diesem Weg
unterstützen.
Diese Erkenntnisse haben meine Arbeit stark beeinflusst. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Motivation, Geduld und Vertrauen es braucht, eine neue Sprache wirklich zu beherrschen.
Seit über 25 Jahren begleite ich andere Menschen auf ihren Wegen in die deutsche Sprache – als Deutschlehrerin, Aussprachetrainerin, Sprachlernberaterin, Gedächtnistrainerin und promovierte Sprachwissenschaftlerin.
In dieser Zeit habe ich unzählige Lernende im Unterricht, in Kursen und Einzeltrainings erlebt: engagiert, motiviert, fachlich gut vorbereitet – und trotzdem oft unsicher beim Sprechen.
Diese wiederkehrende Beobachtung hat mich intensiv beschäftigt. Warum fühlen sich so viele kompetente Menschen sprachlich kleiner, als sie sind? Was fehlt – obwohl Grammatik und Wortschatz vorhanden sind?
Aus diesen Fragen, aus meiner Unterrichtserfahrung und aus meiner wissenschaftlichen Arbeit ist deshalb Schritt für Schritt mein eigener Ansatz entstanden: die Ganz-Sicher-Methode zur Entwicklung sprachlicher Selbstsicherheit im Deutschen.
Ich arbeite gern mit Menschen, die mehr wollen als „irgendwie durchkommen“. Mit Menschen, die spüren: „Ich kann mehr – ich möchte mich klar und selbstbewusst ausdrücken können.“
In all den Jahren habe ich erlebt, wie stark Sprache mit Identität verbunden ist.
Wenn wir uns sprachlich unsicher fühlen, zweifeln wir schnell auch an uns selbst. Und wenn wir sprachlich sicher werden, verändert sich mehr als nur unser Ausdruck – es verändert sich unser Auftreten.
Mich begeistert dieser Moment, wenn jemand merkt: „Ich fühle mich sicher, bleibe gelassen, kann mich ausdrücken und werde gehört.“
Ein besonderer Bereich meiner Arbeit ist die Unterstützung von zugewanderten Müttern, die in Deutschland leben und ihre sprachliche Sicherheit im Alltag stärken möchten.
Das hat auch mit meiner eigenen Lebensgeschichte zu tun. Seit über 20 Jahren lebe ich nämlich in Deutschland und bin hier auch Mutter geworden. Somit weiß ich, wie viele Gespräche und Situationen im Alltag mit Kindern entstehen: in der Kita, in der Schule, beim Elternabend, beim Arzt oder im Austausch mit anderen Eltern.
In vielen Gesprächen – von Mutter zu Mutter – habe ich immer wieder erlebt, wie belastend es sein kann, wenn man viel versteht, sich aber sprachlich nicht sicher genug fühlt, um alles zu sagen, was man eigentlich sagen möchte.
Diese Erfahrung habe ich auch während meiner Arbeit im deutschen Schulwesen gemacht, wo ich mehrere Jahre als Lehrerin tätig war. In dieser Zeit habe ich viele Gespräche mit Eltern geführt und einen guten Einblick bekommen, welche Herausforderungen besonders für Mütter entstehen können.
Gerade in diesen Situationen wird deutlich, wie wichtig sprachliche Sicherheit ist – nicht nur für den Alltag, sondern auch für das Gefühl, wirklich dazugehören und sein Kind aktiv begleiten zu können.
Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, Mütter mit meinen Kursen zu unterstützen. Damit sie Gespräche selbstbewusst führen können und sich in wichtigen Momenten nicht mehr zurückhalten müssen.
In meinen Kursen und Trainings geht es nicht nur darum, Deutsch zu lernen.
Es geht darum, dass du sprachlich handlungsfähig wirst.
Dass du in Gesprächen ruhig bleibst.
Dass du deine Gedanken klar ausdrücken kannst.
Schritt für Schritt entsteht dabei etwas sehr Wertvolles:
deine sprachliche Selbstsicherheit.
Für dich. Für deine Familie. Für dein Leben in Deutschland.
Wenn du dich in den beschriebenen Situationen wiedererkennst und deine
sprachliche Selbstsicherheit im Deutschen stärken möchtest, begleite ich dich gern auf diesem Weg.
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